Romani Weiss
Sinti-Jazz · Swing · Komposition

Biografie

Romani Weiss gehört zu den Persönlichkeiten, die den melodiösen Sinti-Jazz mit Herz, Können und Authentizität prägen. Aufgewachsen im Berliner Stadtteil Wedding und musikalisch begleitet von seinem Cousin, dem weltbekannten Jazzviolinisten Martin Weiss, entwickelte er früh einen Stil, der bis heute sein musikalisches Markenzeichen ist.

Ein musikalischer Weg

Bereits in jungen Jahren erspielte sich Romani Weiss einen hervorragenden Ruf in den Berliner Jazzclubs – als Geheimtipp für Kenner und als Musiker, der von der ersten Note an berührt.

Seit 1978 war Romani als Mitglied des Häns'che Weiss Quintetts ein fester Bestandteil der deutschen Jazzszene. Ein früher Meilenstein war sein Auftritt beim ersten Musikfest der Sinti in Darmstadt.

Romani Weiss in jungen Jahren

Begegnungen und Einflüsse

Im Laufe seiner Laufbahn begegnete Romani Weiss zahlreichen herausragenden Künstlern. Besonders prägend waren seine Auftritte und musikalischen Begegnungen mit Kosta Lukács, Stéphane Grappelli und Benny Goodman – außergewöhnliche Momente, die ihn mit einigen der bedeutendsten Persönlichkeiten des Jazz auf eine Bühne führten.

Historische Aufnahme

„Ein Klang, der berührt – und bleibt."

Ein Klang, der bleibt

Romani Weiss steht für melodische Tiefe, technische Präzision und eine Spielweise voller Wärme. Seine Musik verbindet Virtuosität mit emotionaler Offenheit und macht jeden Auftritt zu einem persönlichen Erlebnis.

Als Arrangeur prägte er zahlreiche CD-Produktionen. Seine eigenen Kompositionen zeigen eine besondere kreative Vielseitigkeit und musikalische Ausdruckskraft – weit über die Grenzen des Sinti-Jazz hinaus.

Romani Weiss im Studio

Film, Öffentlichkeit und persönliche Gedanken

Neben seinen Konzerttätigkeiten war Romani Weiss in mehreren Fernsehproduktionen zu sehen. Besonders hervorzuheben ist der ARD-Dokumentarfilm Der lange Weg der Sinti und Roma (2021), ausgezeichnet mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis.

Unter dem Arbeitstitel „Der stille Philosoph" entsteht derzeit ein Buch, in dem er persönliche Gedanken, Lebenserfahrungen und Reflexionen festhält. Daraus entwickeln sich auch musikalisch begleitete Lesungen – gemeinsam mit der Geigerin Hanna Bienert.

Verleihung Menschenrechts-Filmpreis
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